Hitler wird Reichskanzler
Adolf Hitler wird von Reichspräsident Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt. Das neue „Hitler-Kabinett“ besteht aus Mitgliedern der NSDAP und DNVP
22 Themen · chronologisch
Eine Reise durch die Zeit.
Ursprünge · bis 1789
Aufbruch und Umbruch · 1815 – 1918
Moderne und Gegenwart · seit 1919


Adolf Hitler wird von Reichspräsident Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt. Das neue „Hitler-Kabinett“ besteht aus Mitgliedern der NSDAP und DNVP
Von Reichspräsident Hindenburg wird die „Verordnung zum Schutz des deutschen Volkes“ erlassen. Diese schränkt die Versammlungs- und Pressefreiheit ein
In der Nacht des 27./28. Februar 1933 ereignet sich der Reichstagsbrand. Für diese Brandstiftung macht die Regierung den Kommunisten Marinus von der Lubbe verantwortlich. Die Täterschaft ist bis heute umstritten
Als Folge des Reichstagsbrands erlässt Reichspräsident Hindenburg die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“. Dadurch werden die Grundrechte außer Kraft gesetzt, politische Gegner (Kommunisten und Sozialdemokraten) werden zunehmend verfolgt
Bei der Reichstagswahl wird die NSDAP erneut stärkste Fraktion (43,9%), erreicht aber nicht die absolute Mehrheit
Auf dem „Tag von Potsdam“ in Preußen wird im festlichen Rahmen der neu gewählte Reichstag eröffnet. Hitler nutzt das Ereignis für eine symbolische Verneigung vor Reichspräsident Hindenburg, womit er zahlreiche neue Anhänger (Konservative und Monarchisten) gewinnen kann
Der Reichstag beschließt mit einer Zweidrittelmehrheit ein Ermächtigungsgesetz, das das Parlament als Kontrollorgan der Regierung ausschaltet. Bei der Abstimmung im Reichstag sind bewaffnete SS- und SA-Anhänger anwesend, die politische Gegner einschüchtern
Durch das „Gesetz zur Gleichschaltung der Länder“ werden die Machtbefugnisse der einzelnen Länder auf die Reichsregierung Hitlers zugeschnitten
Durch das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ werden jüdische Beamte aus dem Staatsdienst entlassen
Die Dienststellen der freien Gewerkschaften werden von bewaffneten SS- und SA-Anhängern besetzt und zerschlagen. Ihr Vermögen wird beschlagnahmt, aus den Gewerkschaften entsteht die „Deutsche Arbeitsfront“ (DAF)
Das „Gesetz gegen Neubildung von Parteien“ macht aus dem Deutschen Reich einen Einparteienstaat der NSDAP. Die parlamentarische Demokratie ist außer Kraft gesetzt
Das Deutsche Reich tritt aus dem Völkerbund aus
Durch das „Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat“ wird das Deutsche Reich formal in einen Einparteienstaat der NSDAP umgewandelt. Politik, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft sind nach der NS-Ideologie gleichgeschaltet
Der Reichsrat (Vertretung der Länder) wird als politisches Organ aufgelöst. Die Landesparlamente werden abgeschafft
Infolge des inszenierten „Röhm-Putschs“ wird SA-Führer Ernst Röhm von SS und Reichswehr ermordet. Damit ist die SA als letzter potenzieller Gegner des NS-Regimes ausgeschaltet
Nach dem Tod Hindenburgs vereidigt Hitler die Reichswehr und das Amt des Reichspräsidenten auf seine Person. Damit ist das Deutsche Reich ein totalitärer Führerstaat
Die Reichsregierung beschließt die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. Damit verstößt Hitler gegen die Auflagen des Versailler Vertrags (1919)
Die Reichsregierung beschließt in den „Nürnberger Rassengesetzen“ die Entrechtung, Enteignung und Ausgrenzung der Juden im Deutschen Reich. Sie verlieren ihre deutsche Staatsbürgerschaft und dürfen keine Eheschließungen mit „Ariern“ eingehen
Die Wehrmacht marschiert ins entmilitarisierte Rheinland ein. Damit verstößt das Deutsche Reich gegen eine weitere Auflage des Versailler Vertrags
Infolge des Einmarschs der Wehrmacht wird Österreich in das Deutsche Reich eingegliedert
Im Rahmen des „Münchner Abkommens“ wird dem Deutschen Reich der westliche Teil der Tschechoslowakei, Sudetenland“, zugesprochen
In zahlreichen Orten des Deutschen Reichs kommt es in der Nacht des 9./10. November 1938 zu Angriffen auf jüdische Geschäfte und Synagogen (Reichspogromnacht). Juden werden infolgedessen zunehmend verhaftet und in KZs deportiert
Das Deutsche Reich annektiert den restlichen Teil der Tschechoslowakei
Das Deutsche Reich und die Sowjetunion schließen einen Nichtangriffspakt („Hitler-Stalin-Pakt„). In einem geheimen Zusatzprotokoll einigen sie sich auf die Aufteilung Polens im Falle eines Krieges
Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg. Er wird bis 1945 andauern
Zwischen 1939 und 1942 dehnt sich das Herrschaftsgebiet des Deutschen Reichs aus. Westeuropa (Belgien, Niederlande, Frankreich) ist besetzt, in Mitteleuropa werden Polen und ein Teil der Sowjetunion erobert
Unter dem Kommando „Unternehmen Barbarossa“ marschiert die Wehrmacht in die Sowjetunion ein
Auf der Wannseekonferenz in Berlin beschließen Vertreter der Reichsregierung und SS-Behörden die „Endlösung der Judenfrage“. Damit wird die systematische Vernichtung der europäischen Juden (Holocaust) vorbereitet
In den von der Wehrmacht besetzten Gebieten in Mittel- und Osteuropa wird die industrielle Vernichtung der europäischen Juden in KZs (u. a. Auschwitz) durchgeführt
Nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht wird das Deutsche Reich von den Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Der Zweite Weltkrieg endet in Europa, die Nachkriegszeit beginnt
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