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Kapitel 2 von 9 · Kalter Krieg

Koreakrieg

Koreakrieg
Zivilisten im Koreakrieg (1951), Lizenz: Gemeinfrei

In Korea brach 1950 der erste Stellvertreterkrieg in der Ära der bipolaren Welt aus. Die Supermächte USA und Sowjetunion schalteten sich militärisch in den Koreakrieg ein, um den Einfluss der Gegenpartei so weit wie möglich zurückzudrängen. Der Krieg endete 1953 unentschieden und festigte die Teilung Koreas in Nord und Süd.

Vorgeschichte

Korea war 1910 von Japan annektiert worden. Im Zweiten Weltkrieg wurde Japans Vorherrschaft von den USA und Sowjetunion beendet und Korea in zwei Besatzungszonen geteilt. Die Teilung in Nord- und Südkorea entwickelte sich – aufgrund des aufkommenden Kalten Krieges – zum Dauerzustand. Im Jahr 1948 kam es zur doppelten Staatsgründung: während im Süden die Republik Korea ausgerufen wurde, erfolgte im Norden die Proklamation der Demokratischen Volksrepublik Korea. Bis 1950 zogen die USA und Sowjetunion ihre Truppen aus dem von ihr kontrollierten Gebiet ab.1

Seit 1948 ist Korea in die zwei Staaten Nordkorea und Südkorea geteilt
Seit 1948 ist Korea in die zwei Staaten Nordkorea und Südkorea geteilt
Koreakrieg Zivilisten
Seit 1951 entwickelte sich der Koreakrieg zu einem Stellungskrieg, der für beide Seiten nicht mehr zu gewinnen war. Bis 1953 wurden ca. 3 Millionen Zivilisten getötet
38. Breitengrad Nordkorea Südkorea
Im Waffenstillstandsabkommen (1953) wurde die Teilung Koreas bestätigt. Seitdem ist die Grenze am 38. Breitengrad eine entmilitarisierte Zone

Verlauf

Am 25. Juni 1950 überschritten Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee die Grenze zu Südkorea. Die USA verurteilten diesen Angriff und setzten im UN-Sicherheitsrat eine Resolution durch. Sie übernahmen die Führung über die UN-Truppen und befreiten Südkorea von der nordkoreanischen Armee. Sie drangen weiter in das Gebiet Nordkoreas ein. Infolgedessen schalteten sich China und die Sowjetunion als Schutzmacht Nordkoreas in den Krieg ein. Seit 1951 kam es zu einem Stellungskrieg, der für beide Seiten nicht mehr zu gewinnen war.2

Folgen

Der Koreakrieg endete am 27. Juli 1953 mit einem Waffenstillstandsabkommen zwischen den Vereinten Nationen und Nordkorea. Korea wurde nun endgültig in zwei Staaten geteilt. Als Grenze gilt bis heute eine entmilitarisierte Zone entlang des 38. Breitengrads. Der Koreakrieg sorgte für zunehmende Spannungen im Kalten Krieg. Die USA und Sowjetunion grenzten sich weiter voneinander ab und rüsteten militärisch auf. Die Sorge vor einem Angriff der Sowjetunion belebte in Westdeutschland die Diskussion um eine Wiederbewaffnung. In den 1950er Jahren wurden die BRD und DDR in die NATO bzw. den Warschauer Pakt eingebunden.3

Von Fabio Schwabe, Mitgründer von Geschichte kompakt und Gymnasiallehrer für Geschichte. Die Quellen stehen in den Fußnoten.

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