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Zeitgeschichte

Terroranschläge in London (7/7)

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Russell Square während der Anschläge in London (2005), Autor: Francis Tyers, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Am 7. Juli 2005 ereignete sich in London ein islamistischer Terroranschlag. An jenem Morgen zündeten vier Selbstmordattentäter fast zeitgleich Rucksackbomben in drei U-Bahn-Zügen und einem Doppeldeckerbus. Den Attentaten fielen 56 Menschen zum Opfer. Großbritannien verschärfte daraufhin seine Sicherheitspolitik und führte ein fünfstufiges Terrorwarnsystem ein.

Hintergründe

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hatte der islamistische Terrorismus der Al-Qaida eine neue Dimension erreicht. Im Oktober 2001 starteten die USA den „Krieg gegen den Terror“ in Afghanistan. Im März 2003 kam es zur US-Invasion im Irak, nachdem Saddam Hussein eine Verbindung zu Al-Qaida und Massenvernichtungswaffen vorgeworfen worden war [Irakkrieg]. An beiden militärischen Operationen hatte sich unter anderem Großbritannien beteiligt. Daher nahm die Gefahr eines erneuten islamistischen Terroranschlags – als Vergeltung – auch in Großbritannien zu.1

Ablauf

Am 7. Juli 2005 hielten sich gegen 8:50 Uhr drei Attentäter in fahrenden U-Bahn-Zügen in London auf. In diesen zündeten sie fast zeitgleich ihre Rucksackbomben und rissen zahlreiche Menschen mit in den Tod. Die Explosionen ereigneten sich an der Liverpool Street, Edgware Road und im Tunnel zwischen King’s Cross St. Pancras und Russell Square. Eine vierte Detonation erfolgte gegen 9:45 Uhr in einem Doppeldeckerbus in der Nähe von Russell Square. Unmittelbar nach den Anschlägen wurden zahlreiche Londoner U-Bahn-Stationen evakuiert und der Bus- und U-Bahn-Verkehr stillgelegt. Es kamen 56 Menschen ums Leben.2

Folgen

Nach Auswertung von Aufnahmen der Überwachungskameras wurden vier mutmaßliche Terroristen identifiziert. Drei von ihnen waren Briten mit pakistanischer Herkunft. In einem später aufgetauchten Bekennervideo äußerte sich der Attentäter Mohammad Sidique Khan zu den Anschlägen, für die er die britische Gesellschaft und Tony Blair als schuldig erklärte. Eine direkte Verbindung zu Al-Qaida konnte nicht nachgewiesen werden. Die Terroranschläge von 7/7 sorgten für eine veränderte Sicherheitspolitik in Großbritannien, die die Einführung eines fünfstufigen Terrorwarnsystem zur Folge hatte.3

Von Fabio Schwabe, Mitgründer von Geschichte kompakt und Gymnasiallehrer für Geschichte. Die Quellen stehen in den Fußnoten.

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